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Hörprobleme bei Kindern sind leider keine Seltenheit. Ungefähr eines von 1000 geborenen Kindern in Deutschland leidet unter einer mittel- bis hochgradigen Hörschädigung. Im Verlauf der Kindheit steigt dieser Anteil weiterhin aufgrund von Erkrankungen, Unfällen und Lärmschäden. Zusammen mit den Erwachsenen leben in unserem Land ungefähr 15 Millionen Schwerhörige.

Die Ursachen für Schwerhörigkeit bei Neugeborenen sind vielfältig und häufig schwer zu bestimmen. Sie können ebenso in einer vorausgehenden Risikoschwangerschaft liegen, wie in einer Infektionserkrankung während der Schwangerschaft oder einer Schädigungen durch Medikamenten-, Drogen- oder Alkoholkonsum der Mutter. Ca. 50% der Hörstörungen treten erst nach der Geburt auf.

Gerade im Säuglings- und Kindesalter, wo grundlegende kommunikative und soziale Fähigkeiten des Menschen angelegt werden, ist jeder durch eine erkannte und behandelte Hörstörung gewonnene Monat kostbar. Auf die rechtzeitige Früherkennung kommt es also an. Hier sind Ärzte ebenso wie die Eltern gefordert jedes Kind auf die gesunde Ausstattung beziehungsweise Entwicklung seines Hörsinns hin wachsam zu beobachten.

Dabei sind der Frühdiagnostik heutzutage keine Grenzen mehr gesetzt. Selbst bei Neugeborenen können bereits aussagekräftige Hörtests durchgeführt werden. Erste Hörhilfen können bereits wenige Monate alten Säuglingen angelegt werden. Schließlich kann nachgewiesener Maßen durch eine Korrektur mittels Hörgerät die natürliche Entwicklung des Kindes erheblich gefördert werden.

 

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